Martin Giesswein

Digital Academic

Infosammlung Crowdfundingszene in Wien – Big Data ist nächste Innovationsstufe

Wie lebendig ist die Crowdfundingszene in Wien? Sehr lebendig und im rasanten Wachstum ist die Antwort, wenn man die Präsenz und Prominenz beim Innovationsgespräch Crowdfunding (Fotos) der Wirtschaftsagentur Wien gestern im Media Tower als Maßstab nimmt.
Mit 14 aus der Crowd finanzierten Projekten und sechs Finanzierungsplattformen wurde ein starkes Signal gesendet. Crowdfunding und -investing zeigt sich als perfektes Mittel, um Kapital aufzustellen und Bekanntheit zu schaffen für die unterschiedlichsten Unternehmungen: Vom kalorienarmen Bier über smarte GPS Ortungsgeräte bis hin zu Immobilienvorhaben.

Es gibt eine Vielzahl von Crowdfunding Arten, nämlich mit Firmenanteilen, darlehensartige, Funding mit einer Belohnung und direkte Spendenkampagnen zum Beispiel für Projekte mit sozialem Inpact von Respekt.net. Licht ins Dunkel bringt hier die Key Note von Daniel Horak (Conda):


Doch diese Branche hat auch Herausforderungen: Die rechtliche Situation ist unbefriedigend, weil Bankenrecht und Prospektpflichtregelungen aus einer Zeit vor dem Crowdfunding kommen. Auch hier kann aber Abhilfe geschaffen werden: Die konkreten Gesetzesnovellierungsvorschläge von Roman Vonderhaid, stv. Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft, sind auf Schiene und warten auf Umsetzung durch Regierung und Parlament in Österreich.


Reinhard Willfort, selbst Plattformbetreiber und Gründer des European Crowdfunding Network AISBL, berichtete gestern über die Situation in Brüssel: Mehrere Generaldirektionen der Kommission haben Crowdfunding und -investing auf ihrer Arbeitsliste und die Digitale Agenda räumt der Schwarmfinanzierung ein großes Gewicht bei. Nicht verwunderlich, gemessen am aufgestellten Gesamtkapital ist Europe nach USA weltweit Nummer 2 im Ranking mit einer Milliarde USD (2012). Der Crowdinvesing Markt wuchs global um 30% auf $ 116 Million (2011-2012) (Quelle: Crowdfunding Industry Report 2012).

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Aber warum gibt es eigentlich Crowdfunding? Eindrucksvoll und emotional beantwortet das Sven Hock von Indiegogo mit einem Video der Firmengründerin Danae Ringelmann. Ihre Eltern konnten ihre unternehmerischen Innovationen in einem klassischen Finanzsystem nicht umsetzen. Das war der Grund, warum die Tochter die globale Plattform Indiegogo gründete. Heute ein internationales Unternehmen, das globale Verbreitung der crowdgefundeten Produkte sicherstellt.

Das es in der jungen Branche der Crowdfunding Plattformen auch bereits Spezialisierung gibt, beweist Wolfgang Deutschmann von Green Rocket, die ausschließlich nachhaltige Projekte unterstützen.

Auf die Frage, was die nächste große Innovationsstufe in der Crowdfunding Industrie sein wird, antworten die Plattformbetreiber einhellig: Big Data! Durch die Masse an Finanzierungskampagnen und die Millionen von Interaktionen mit den Miniinvestoren kann man zum Beispiel ein empirisches Regelwerk erstellen, wie man Finanzierungsaufrufe gestalten sein sollen um erfolgreich zu sein. Theresa Koppler von Startnext arbeitet hier bereits mit dem Max Planck Institut zusammen, um diese Muster aus ihren Datenbanken auslesen zu können.

9 Tipps für eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne von Startnext


Kontaktdaten der crowdgefundeten Firmen und der Plattformen:

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Crowdfunding Plattformen

Weiter Fragen gerne an martin@giesswein.org

1 Kommentar

  1. Mittlerweile greifen ja doch immer mehr Menschen in den unterschiedichsten Bereichen auf Crowdfunding zurück. Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklung man hier in Zukunft noch beobachten kann.

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